„Der Traum vom gemeinsamen Leben und Wohnen“ lautet das Seminarthema. Wie das wohl unter den Campern angenommen werden würde? Als dann am ersten Tag eine bunt gemischte Gruppe von 19 TeilnehmerInnen aus Ost und West – Singles und Ehepaare, bereits in Gemeinschaft lebend und auf der Suche – den Raum füllten, habe ich mich sehr über dieses rege Interesse gefreut.
Inhaltlich ging es genauso vielfältig zu. Wir starteten damit zu entdecken, was Gott über Gemeinschaft sagt, und arbeiteten in Kleingruppen heraus, welche Chancen in Gemeinschaft für Einzelne und unsere Gesellschaft steckt. Die TeilnehmerInnen waren selbst überrascht, was sie über die Bedeutung von Gemeinschaft entdeckten, und sahen das Thema mit neuen Augen.
Im Laufe des Seminars sind wir über die verschiedenen Gemeinschaftsformen in einen regen Austausch gekommen. Für die Praxis sorgte zum einen das Ehepaar Bohn, das die Lebensgemeinschaft „Baustelle Leben“ leitet und zwei Ehepaare, die bei der Familienkommunität Siloah mitarbeiten. Das war auch für mich als Referentin nochmal sehr interessant.
Die TeilnehmerInnen nutzten die Möglichkeit, ihre Fragen zu Finanzen, Leiterschaft, Konflikten etc. loszuwerden. Am Ende haben wir für die jeweilige Gemeinschaft und ihre Ehepaare gebetet. Das war nicht geplant, sondern ein guter Impuls aus der Gruppe und ein sehr schönes Gemeinschaftserlebnis.
Auch der eigene Traum von Gemeinschaft der TeilnehmerInnen wurde auf kreative Art hervorgerufen und erste Schritte zur Verwirklichung entwickelt. Denn darum ging es mir: Mut zu machen, den eigenen Traum von Gemeinschaft lebendig werden zu lassen. Praktisch gelebt wurde vieles im „Dorf für Alleinreisende“ auf der Zeltstadt.
Wer das live erleben will: Die nächste Zeltstadt in Thüringen läuft vom 19. bis 26. Juli 2024.
Andrea Schieweck, Leitungsteam Fachstelle Gemeinschaft













