Ich hatte sie gut vorbereitet – die OP, die mir das Laufen in den nächsten zwanzig Jahren ermöglichen soll: für sechs Wochen einen Rollstuhl, fünf Stunden Haushaltshilfe pro Woche, Einkaufsservice vom Supermarkt und jede Menge Bücher, Filme und Webinare. Ich würde 2-3 Monate brauchen, damit der vor 18 Jahren durch einen Verkehrsunfall halb zertrümmerte, rechten Fuß von der nun nötigen Nach-OP heilen könnte. Erleichterung stellte sich ein, als mein Fuß schnell heilte und mit Hilfe meines kleinen, privaten Fitness-Studios‘ – bestehend aus Trampolin, diversen Matten und Rollen, Bändern und Faszien-Trainingsrollen – wieder bereit zur Mitarbeit war.
Ich wohne alleine, meine Freunde sind meistens berufs- und/oder familientätig. Es war klar, dass es eine Zeit gesteigerter Innen-Perspektive werden würde. Befürchtungen, dass Zimmer-Decken Tuchfühlung mit meinem Kopf suchen würden, begegnete ich gelassen: Endlich nicht so viel Rummel – herrlich: Keine Termine!! Jedes Gespräch wird kostbar, die Tage sind Geschenk des Werdens. Bewegung und Möglichkeiten füllen sich durch und mit Dankbarkeit!! Besucher brachten alles mit – es gab intensive Gespräche und mehr Hilfsangebote als geahnt.
Ich dachte mir: Wieso sollte ich mich jetzt verkrüppelnd verkriechen? Ich bin nicht alleine – oh nein!! Zusammen mit den Himmelsheeren des göttlichen Sohnes habe ich den Kosmos zu erobern! Als Kind des Lichtes – zwar mit halbem Fuß, aber das zählt nicht im Reich des Geistes – kann und will ich (wie Paulus damals, wie viele Belastete und Beeinträchtigte heute) als Siegeszeichen Jesu Christi mithalten.
Typ-Sache, sagt der Psychotherapeut. Kann ich nicht denken. Erlebe ich so nicht: Bei der Eroberung eines Herzens durch den Retter aller Menschen fragt Christus nicht nach der Persönlichkeits-Struktur – ob jemand eher korrekt oder warmherzig ist: Christus will in meinem Herzen wohnen und von dort aus wirken und strahlen ….
Wenn ich diesen Blick mal nicht hatte, nicht habe: Dann bete ich darum, dass Christus in meinem Herzen wohnen möge wie Paulus in Epheser 3, 17 – in Liebe gewurzelt und gegründet! Und das tut Er, wenn ich es zulasse! Was für eine Heils-Zeit!










