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Es weihnachtet sehr

von Walter Lutz | 14. Dez. 2020 | Allgemein

Die Pyramide mit ihrer Bahn in Hammerleubsdorf – die es übrigens baugleich auch in Leubsdorf gibt – erinnert an eine Bahnstrecke, die von 1893-1968 in Betrieb war. Jörg Morgenstern aus Hammerleubsdorf in Mittelsachsen gehört mit anderen zu den Erbauern dieses Schmuckstücks.

1988 wurde sie gebaut. 20 Jahre nachdem es diese Eisenbahnlinie nicht mehr gab. Auf einem Teller sind örtliche Originale dargestellt: der Pantoffelhändler, die drei Krawallos, der Grundmann Gust oder auch der Postboten Gürtel Ernst. Seit 2009 ist auch ein am Bau beteiligter Drechsler als Figur verewigt. 

Im alten Bahnhof, der sich direkt hinter dem Standort der Pyramide befindet, lagert das gute Stück. Ende November wird alles entstaubt und aufgebaut. Am 1. Advent wird sie ange­schoben und dreht sich bei Wind und Wetter bis Anfang Januar. Dann wird sie wieder verpackt und wartet auf die nächste Saison.  

Mit vielen Weihnachtssachen ist das so. Hier im Erzgebirge gibt es viele Traditionen, und so sind fast auf jeder großen Pyramide auch Maria, Joseph und das Jesuskind in der Krippe aufgebaut. Weihnachten gehen viele dann auch in die Kirche, weil es eben so dazu gehört.

Und dann? Was passiert mit dem Jesus nach Weihnachten? Verbannen wir ihn wieder auf den Boden? Damit er in der Kiste schlummern kann? Oder nehmen wir Jesus mit in unser Leben? Er möchte mit uns im täglichen Leben sein. Er möchte mit uns Gemeinschaft haben. Kannst Du Dir das vorstellen? Ich könnte mir ein Leben ohne Jesus nicht vorstellen. Ich habe ihm einen Platz in meinem Leben eingeräumt. Eine Freundin deckt sogar den Tisch für ihn mit. Das finde ich echt stark.  

Wenn Jesus Gottes Sohn ist, dann muss ich ihm doch nicht erzählen, was mich bewegt. Dann weiß er doch alles. In dem Film „Die Hütte“ ist das ganz eindrücklich erzählt. Ja, er weiß alles, aber er möchte gern Gemeinschaft mit mir und in einer echten Gemeinschaft erzählen wir uns alles. Was mich bedrückt, was mich erfreut, was mich beschäftigt und welche Sorgen mich umtreiben. Jesus oder Gott hören sich das an. Sie stellen interessierte Fragen und regen zum Nachdenken über eine Situation an. Sie möchten gern, dass wir einige Dinge selbst regeln. Manchmal merke ich aber, dass sie Türen öffnen. Den Weg laufen muss ich dann wieder alleine, aber ich weiß, dass sie mich begleiten auf allen meinen Wegen. So sieht für mich ein Leben mit Gott und Jesus im Alltag das ganze Jahr über aus. Klar habe ich auch Weihnachtssachen, die ich auf den Boden schaffe. Der echte Jesus bleibt bei mir. So kann ich getrost meinen Weg gehen, denn ich gehe ihn nicht allein!