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Festival: TROTZDEM haben wir das Leben gefeiert

von Walter Lutz | 14. Okt. 2023 | Allgemein

Das 3. Solo&Co-Festival Anfang Oktober hielt eine Menge an Inspiration, Ermutigung und Begegnung bereit. Impulsreferate, Bibelarbeiten, Seminare, Workshops, Lobpreis, Zeiten in Kleingruppen, Outdoor-Aktivitäten und jede Menge Raum für Begegnung und Kennenlernen sorgten für eine Dynamik unter den 160 „Solisten“.

In einem Schwerpunkt ging es um das Thema, wie Singles in den oft familienorientierten christlichen Gemeinden ihren Platz finden. Mit Talkgästen aus unterschiedlichen Gemeindekontexten näherte sich die zukünftige Leiterin der Solo&Co-Geschäftsstelle Marion Heigl diesem aktuell drängenden Thema.

Die wachsende Gruppe der Singles in Deutschland kommt aus verschiedensten Lebenszusammenhängen: Ob verwitwet, geschieden, verlassen, alleinlebend oder klassisch – was sie eint, ist die Erfahrung, in der Gesellschaft und auch in Kirchen und Gemeinden oft stigmatisiert zu sein, weil in ihrem Umfeld immer noch das traditionelle Familienbild vorherrscht. Die Folge ist oft Einsamkeit oder Unverstandensein.

Die Talkrunde während des Festivals war entsprechend bunt besetzt: Frauen, Männer, Ledige, Alleinerziehende und Verheiratete verrieten dem Auditorium, wie sie die Situation zwischen Gemeinden und Singles wahrnehmen und erleben. Auch Vorstellungen, Wünsche und Visionen wurden formuliert und diskutiert. Quintessenz: Es gibt keine Musterlösung und auch keine Einbahnstraße. Beide – Gemeinden wie Singles – müssen einander wahrnehmen, ernstnehmen und aufeinander zugehen. Die Gemeinden können aus verschiedenen Gründen nicht im Alleingang alle Bedürfnisse von Singles bedienen. Und die Singles können nicht erwarten, dass Gemeinden wissen, was sie brauchen.

„Es bedarf einer gegenseitigen Wahrnehmung und liebevolles aufeinander zugehen“, so das Fazit von Moderatorin Marion Heigl. Ob Singles in die Gemeindeleitung berufen werden oder ob es Gemeindeaktivitäten speziell für diese Zielgruppe geben muss – auf jeden Fall braucht es eine wachsende Sensibilisierung für das Thema. „Das ist ein guter Weg und wir hoffen, dass wir mit diesem Festival dazu beitragen können, dass sich Singles in ihren Gemeinden wohler fühlen und selbst aktiv Verantwortung übernehmen“, sagte Marion Heigl abschließend.

Das haben Singles erlebt