Am Donnerstagabend, 28.12., ging’s los. Ich wusste, die Gruppe ist nicht nur groß, sondern auch im Alter und der regionalen Herkunft ziemlich weit gespannt. Auf der Landkarte mit den Teilnehmer-Pins wird das deutlich. Ich war neugierig, wie ich mit 74 Mitmenschen in Kontakt kommen könnte. Schnell merkte ich, dass ich einige vom letzten Jahreswechsel kannte – oder sie erkannten mich. Als wir uns nach Postleitzahl, ablesbar am Namensschild, dann nach Vornamen und – ganz besonders schwer nach Alter, für Frauen und Männer getrennt – umeinander gruppierten, gewannen wir Überblick. Gesichter prägten sich ein. Jeder wurde dann auch Teil einer konstanten Austauschgruppe über Befindlichkeit und Erfahrungen des Tages. Hier waren wir alle etwa im gleichen Alter. Damit konnte ich gut umgehen und hatte eine nette Gruppe. Es wurde auch persönlicher Kontakt möglich.
Alle Andachten im Plenum fand ich sehr hilfreich. Es gab geistliche Impulse
- über die alte Jahreslosung und das, was unerledigt oder offen geblieben ist,
- über den „Baum des Lebens“ im Unterschied zum „Baum der Erkenntnis“,
- zum „Nehmt einander an“
- über die neue Jahreslosung: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Wir tauschten uns am Tisch über unsere Erfahrungen und Gedanken aus. Meine Freundin hatte mich an einem Nachmittag besucht und sich sofort wohl gefühlt. Nachmittags konnte jeder, der mochte, eine „Nische“ anbieten, z. B. eine Aktivität draußen, ein Gespräch über ein bestimmtes Thema. Wer wollte, konnte auch im Gespräch mit jemandem ein seelsorgerliches Anliegen vor Gott bringen. Den letzten Nachmittag im alten Jahr verbrachten wir in heilsamem Schweigen.
Die Verpflegung war wirklich top, einschließlich eines üppigen Silvesterbuffets. Den Übergang vom alten ins neue Jahr feierten wir mit einem wunderschönen Gottesdienst samt Abendmahl. Als wir zum Abschluss in einem großen Kreis standen, alle Wunderkerzen in der Hand hielten, da wurde berührend deutlich, wie schön Gemeinschaft ist. Danach nahm jeder seine „Neujahrspost“ in Empfang, eine ermutigende Karte mit der Jahreslosung, die ein anderer Teilnehmer vorbereitet hatte.
Die Tage waren auf jeden Fall ein (Weihnachts-) Geschenk Gottes für mich! Schade, dass im nächsten Jahr kein Anderer Jahreswechsel stattfindet, denn schon im Herbst kommen sehr viele zum Netzwerktreffen zusammen. Vielleicht „wechseln“ wir in kleinem Rahmen zu mir ins Haus?












